Der Kvalvika Beach liegt zwischen steilen Felswänden im Lofotodden-Nationalpark und ist nur zu Fuss erreichbar, eine Strasse dorthin gibt es nicht. Wir waren viermal dort, jedes Mal im September. 2021 sind wir zweimal den direkten Weg gegangen, zuerst bei starkem Wind nur bis zum Blick auf die Bucht, zwei Tage später bei Sonne bis hinunter an den Strand. 2022 haben wir die grosse Runde über den Ryten gemacht, und 2026 waren wir bei grauem Himmel noch einmal oben auf dem Grat. Karte und Track folgen der Runde von 2022, beginnend beim Parkplatz Innersand: Auf den Ryten, hinunter zum Strand und über den Sattel Skoren zum Torsfjord.
Über den Ryten
Die grosse Runde beginnt in Fredvang. Laut ut.no kostet der Parkplatz Innersand 100 Kronen pro Fahrzeug und hat Toiletten und Trinkwasser. Der grosse Parkplatz beim Schulhaus von Fredvang ist gratis, von dort sind es 2 km mehr zu Fuss. 2022 sind wir nach einem Kaffee in Ramberg nach Fredvang zum Parkplatz gefahren. Welchen der beiden wir genommen haben, haben wir nicht festgehalten.
Laut ut.no beginnt der Weg in Innersand als gut angelegter Pfad mit Holzstegen und wird ab Einangen steiler bis zum Skjettendikan. Von dort geht es weiter hinauf zum Gipfel. Einige Passagen sind typisch norwegisch, steile Felsbrocken, zwischen denen wir uns den Weg selbst suchen mussten. Meistens folgten wir aber einem normalen Wanderweg. Beim Aufstieg sahen wir zurück auf den Strand von Fredvang und die Berge rundherum. Nach zwei bis drei Stunden standen wir auf dem Ryten, 543 Meter über Meer.
Oben schaut man direkt hinunter auf den Kvalvika Beach. Auf dem Gipfel gibt es einen überhängenden Felsen, auf den wir uns für Fotos gewagt haben.
Im September 2026 sind wir wieder in Fredvang gestartet. Der Weg war sehr schlammig, der Himmel grau, und oben auf dem Grat windete es. Dafür war der Herbst da: Die Vogelbeeren leuchteten rot, Gras und Sträucher waren orange, dazwischen lagen die grauen Seen und das Meer, und an einer Bergflanke fiel ein schmaler Wasserfall hinunter. Vom Grat haben wir auf die Bucht hinuntergeschaut und sind dann zurück zum Auto. Unten am Wasser stand ein kleines rotes Haus zwischen den orangen Büschen. Eine Gehzeit haben wir 2026 nicht festgehalten.
Hinunter zum Strand
Vom Ryten geht es bergab zum Strand. Laut ut.no zweigt der Weg zum Kvalvika beim Skjettendikan nach Westen ab und führt am Forsvatnet vorbei hinunter. Vom Gipfel geht es dafür zuerst ein Stück zurück. Im Track sind es vom Gipfel 2.4 km bis zum Sand. 2022 lag unten ein weisser Sandstrand mit hellblauem, klarem Wasser.
Am 11. September 2021 sind wir von der anderen Seite gekommen, über den direkten Weg. Beim Abstieg zum Strand mussten wir etwas klettern und über steile Steinplatten gehen, die von einem Bach überspült werden. Als wir unten ankamen, lag der Strand noch im Schatten. Nach ein paar kühleren Minuten kam die Sonne hinter dem Berg hervor, und der Strand war fast menschenleer. Wir haben dort gepicknickt, Annina ein Joghurt und ein Käsebrot, Nicolas einen Triple-Chocolate-Muffin und das übliche Käsebrot. Kvalvika ist für uns der schönste Strand der Lofoten.
Der direkte Weg über den Skoren
Vom Strand führt der direkte Weg über den Sattel Skoren hinunter zum Torsfjord. Laut ut.no ist der Weg vom Torsfjord hinauf zum Skoren auf 180 Metern gut ausgebaut, von dort zum Strand wird er steiler und steiniger. Im Track sind es vom Strand bis zum Skoren 177 Höhenmeter und bis zum Parkplatz am Torsfjord 2.2 km. In Torsfjorden und an der Zufahrt ist Parken laut ut.no derzeit nicht erlaubt, von dort fährt ein Shuttlebus zurück nach Fredvang.
Am 9. September 2021 hatten wir den Nubben im Matsch abgebrochen und uns stattdessen für diese Direktwanderung entschieden. Direkt beim Beginn des Wegs gab es einen Parkplatz, und wir bekamen den letzten freien Platz, zwei Tage später wieder, diesmal neben deutschen Campern beim Frühstück. Der Weg beginnt einfach, ein Holzbrettpfad führt über die nassen Stellen. Dann geht es über lose Steine und Geröll, durch Schlamm und über Felsen hinauf. Beim ersten Mal sind wir nur bis zum Ausblick auf die Bucht gegangen, haben dort bei starkem Wind gepicknickt und sind zurück zum Auto. Wir waren froh um unsere hohen Wanderschuhe, und unterwegs sahen wir Seeadler. Zwei Tage später war derselbe Aufstieg viel angenehmer: Die Steine waren nicht rutschig, es hatte weniger Matsch und keinen Wind, zeitweise gingen wir im T-Shirt. Der Rückweg vom Strand war viel Klettern und Wandern.

2022 sind wir diesen Weg vom Strand aus gegangen, statt zurück über den Ryten. Er hat nur 200 Höhenmeter Aufstieg, aber viele Kletterpassagen. Danach mussten wir noch eine Stunde der Strasse entlang zurück zum Parkplatz laufen. Dieses Stück fehlt in Karte und Track.