Der Offersøykammen ist ein kleiner Gipfel von 436 Metern auf Vestvågøya, direkt über dem Nappstraumen. Er ist weniger bekannt als der Reinebringen, und Einheimische gehen ihn öfter als Touristen. Seit 2022 ist er unsere Lieblingswanderung auf den Lofoten, im September 2026 waren wir zum dritten Mal oben. Der Grund ist die Aussicht: Vom Gipfel sieht man 360 Grad rundherum Berge, Inseln und Meer.
Parken und Einstieg
Wir parken beim Rastplatz Skreda an der E10, einem Rastplatz der Nasjonale Turistveger mit gratis Parkplätzen. Der Weg beginnt nicht dort, sondern 700 Meter weiter nördlich an der Strasse. Wir gehen also zuerst der E10 entlang bis zum Einstieg, von dort führt der Pfad direkt den Hang hinauf.
Der Aufstieg
Ab der Strasse steigt der Pfad auf gut einem Kilometer um rund 420 Meter. Technisch ist die Wanderung eher einfach, aber sie ist durchgehend steil. 2022 standen wir nach eineinhalb Stunden auf dem Gipfel, 2026 nach etwa einer Stunde. Schon beim Aufstieg schaut man auf das Wasser und die Berge, oben kommt dann die andere Seite dazu.

Das Wetter war jedes Mal anders. 2021 war der Himmel bedeckt, und für den späteren Nachmittag war Regen angesagt, also sind wir früh los und rechtzeitig vor dem Regen wieder beim Auto gewesen. 2022 schien die Sonne, und das Meer schimmerte hellblau um die Inseln. 2026 nieselte es immer wieder, und es windete stark, beim Aufstieg riss die Wolkendecke aber kurz auf.
Auf dem Gipfel
Oben liegt unter einem eine Bucht mit hellem Sandstrand, dahinter ragen spitze Gipfel in die Wolken, und auf der anderen Seite streckt sich eine Landzunge ins offene Meer. Dazwischen liegen türkise Untiefen und kleine Inseln. 2021 und 2022 haben wir oben gepicknickt, und beide Male waren wir eine Weile ganz allein auf dem Gipfel.
Im September 2026 waren die Hänge schon rotbraun vom Herbst. Trotz Wind und Nieselregen hatten wir oben Rundumsicht.
Was schiefging
Beim ersten Mal wollte Nicolas oben die Drohne steigen lassen, wir waren ganz allein auf dem Gipfel. Kurz vor dem Start merkte er, dass die Akkus voll geladen im Auto lagen und nicht im Rucksack. Deshalb sind wir 2022 zurückgekommen, diesmal mit Akkus, und die Videos wurden schlicht episch. Hinunter geht es auf demselben Pfad. Weil er so steil ist, wollten wir 2021 dem angesagten Regen dort nicht begegnen.