Der Bunes Beach, auf Norwegisch Bunessanden, ist ein abgelegener Sandstrand an der Nordküste der Lofoten, auf Moskenesøya. Mit dem Auto kommt man nicht hin. Zuerst fährt man mit einem kleinen Boot ab Reine nach Vindstad, dann geht es zu Fuss über einen niedrigen Pass zum Strand. Wir waren Anfang September 2022 dort, an einem Tag, an dem es endlich den ganzen Tag sonnig sein sollte. Laut Visit Lofoten sind es vom Anleger in Vindstad 2.8 km bis zum Strand. Zurück geht man auf demselben Weg.
Parken und das Boot nach Vindstad
Das Auto bleibt in Reine, denn nach Vindstad und zum Strand führt keine Strasse. Wir parken gratis auf dem Kurzzeitparkplatz beim Reine-Viewpoint, weil die Parkpreise im Zentrum von Reine horrend sind.
Das Boot nach Vindstad fuhr bei uns nur zweimal am Tag. Laut Visit Lofoten verkehrt es von April bis Oktober, im Sommer mit mehreren Abfahrten ab Reine. Die Fahrkarten gibt es laut Visit Lofoten in den Apps Reis Nordland und Entur. Wer am selben Tag zurück will, richtet die ganze Wanderung nach der letzten Abfahrt aus Vindstad.
Wir haben das Boot gerade noch erwischt. Es war klein und schon ziemlich voll. Nach kurzer Fahrt durch den Reinefjord sind wir beim zweiten Halt in Vindstad ausgestiegen.
Durch Vindstad auf den Pass
In Vindstad stehen ein paar kleine Häuser, die meisten im typisch skandinavischen Rot. Strassen und Autos gibt es keine, nur ein paar Wege und Strände. Vom Anleger folgen wir den Wegweisern Richtung Bunes Beach. Der Weg führt mitten durch das Dorf und danach laut ut.no auf dem alten Weg bis ans innere Ende des Bunesfjords. Nach unserem Track sind das rund 1.9 km bis zu einem Wegweiser am Fjord. Der Weg bleibt dabei fast eben und nie mehr als 13 m über dem Meer.

Beim Wegweiser zweigt der Pfad ab und steigt auf einem halben Kilometer zu einem Aussichtspunkt auf dem Pass, gut 70 m über dem Meer. Den Übergang nennt ut.no Einangen. Nach norwegischen Massstäben ist das ein sehr einfacher Weg. Visit Lofoten nennt die Wanderung leicht und für alle geeignet. Schon vom Pass aus sieht man den Strand. Er ist sehr lang und breit und liegt laut Visit Lofoten zwischen den Bergen Helvetestinden und Storskiva.
Am Strand und zurück
Vom Pass geht es noch einmal einen halben Kilometer hinunter, bis der Pfad den Sand erreicht. Als wir ankamen, campierten ein paar Leute am Strand, sonst war er menschenleer. Nicolas ist im eiskalten Meer baden gegangen und hat sich danach am Strand gesonnt, Annina hat die Füsse ins Wasser getaucht. Danach sind wir barfuss den leeren Strand entlanggelaufen. Als die Sonne verschwand, wurde uns schnell kalt, und wir haben wieder die Wanderkleider angezogen.
Zurück geht es auf demselben Weg. Wir sind wieder zum Pass hinaufgestiegen und haben dort unsere Wraps zum Mittagessen gegessen, mit Blick auf den langen Strand und das Meer. Der Strand liegt im Nationalpark Lofotodden, laut Visit Lofoten sind Drohnen dort verboten.
Auf dem Rückweg sind wir an einem riesigen Strand voller Muscheln vorbeigekommen. Wo genau er liegt, haben wir nicht festgehalten, deshalb fehlt er auf der Karte. Annina wollte ihn kaum verlassen. Aber an diesem Tag fuhr nur noch ein Boot zurück nach Reine, und das durften wir nicht verpassen.
Wie lange wir für Hin- und Rückweg gebraucht haben, haben wir nicht aufgeschrieben. Visit Lofoten rechnet mit zwei bis vier Stunden für beide Wege, ut.no mit zwei Stunden. Nach unserem Track sind es zusammen 5.8 km und knapp 150 Höhenmeter, weil der Pass auf beiden Wegen überquert wird. Ut.no kommt mit 6.4 km und 158 Höhenmetern auf etwas mehr. Zurück in Reine hätten wir bei dem schönen Wetter noch auf den Reinebringen steigen können, aber nach der Wanderung fehlte uns die Lust darauf.