Der Reinebringen ist der bekannteste Aussichtsberg der Lofoten, und wir sind ihn dreimal hinaufgestiegen: Im September 2021 im Nebel, im August 2022 mit Sonne bis kurz nach dem Gipfel und im September 2026 am schönsten Tag der Woche. Der Weg ist kurz, aber er geht fast ohne Pause steil nach oben. Oben liegt Reine mit seinen kleinen Inseln und Brücken unter einem, auf der anderen Seite zieht sich ein langer Fjord zwischen den Bergen ins Landesinnere.
Parken und der Weg zum Einstieg
In Reine selbst parkt man teuer. Beim Visitor Centre des Lofotodden-Nationalparks zeigte uns EasyPark nach 15 Minuten etwas mehr als 8 Franken an, und in der App sieht man den Preis erst nach dem Parken. Wir parken deshalb auf dem Parkplatz Steffenakken an der E10 südlich von Reine. Er ist gratis und liegt südlich der Brücke über den Djupfjord. Geparkt werden darf nur auf den ausgewiesenen Flächen, nicht am Rand der E10 und nicht im Dorf.
Vom Parkplatz geht es 1.3 km der Strasse entlang nordwärts bis zum Einstieg mit der Infotafel. Wir haben dafür 2022 etwa 25 Minuten und 2026 etwa 15 Minuten gebraucht. Einen Vorteil hat der Fussweg: Am Fuss der Treppe sind wir schon eingewärmt.

Die Sherpa-Treppe
Ab dem Einstieg führt eine Steintreppe den ganzen Hang hinauf, gebaut von Sherpas aus Nepal. Bis oben sind es knapp 2000 Stufen, Tafeln am Weg zeigen, wie viele man schon hinter sich hat. Auf gut einem Kilometer steigt der Weg von der Strasse auf 449 Meter, also rund 430 Höhenmeter. Für die Treppe haben wir 2026 rund 45 Minuten gebraucht. Viele Stufen sind hoch, und an schönen Tagen ist auf der Treppe und oben viel los.
Im September 2021 war die Treppe noch nicht fertig. Damals waren es 1566 Stufen, danach ging es durch tiefen Schlamm und über Steine weiter. Heute reicht die Treppe bis auf den Grat.
Oben und wieder hinunter
Die Treppe endet auf dem Grat über Reine. Von dort sieht man das Dorf mit den Brücken zwischen den Inseln, den langen Fjord auf der anderen Seite und der Küste entlang die Strasse bis aufs offene Meer. 2026 sind wir lange oben geblieben und haben uns gegenseitig vor dieser Kulisse fotografiert. 2022 assen wir oben unsere Sandwiches, kurz danach kamen die Wolken. 2021 war es oben stark bewölkt und neblig.
Hinunter geht es auf derselben Treppe. Der Abstieg ist weniger anstrengend für den Atem, aber mehr für die Beine, weil jeder Schritt abgefedert werden muss. 2021 haben wir nach den schlammigen Stellen unsere Schuhe in einem Bergbach gewaschen.
Die Saison dauert von Mai bis September. Im Winter wird von der Besteigung wegen Lawinen- und Steinschlaggefahr dringend abgeraten. Wer die Aussicht ohne Andrang möchte, geht früh am Morgen.