Heute gehen wir den Tag langsam an. Nicolas kämpft mit einer Erkältung, und wir holen in der Apotheke (die nur ein kleiner Medizinschrank im nächstgelegenen Supermarkt ist) etwas dagegen. Nach dem Mittagessen in unserer Unterkunft fahren wir zum gleichen Ziel wie gestern Nachmittag: Zum Riisitunturi Nationalpark. Unterwegs kommen wir an einem Autounfall vorbei: Auf der schneebedeckten Fahrbahn ist es zu einer Frontalkollision gekommen. Beide Autos sehen nach Totalschaden aus, doch zum Glück ist niemand ernsthaft verletzt, und die Beteiligten lehnen unsere Hilfe ab. Danach fahren wir deutlich vorsichtiger bis zum Parkplatz am Riisitunturi. Heute sieht es wolkiger und nebliger aus als gestern, und wir sehen kaum etwas von der untergehenden Sonne, als wir um 15:40 ankommen. Wir starten die Wanderung sofort und hasten bis zum Ziel hoch. Ausser Atem kommen wir oben an, doch uns bietet sich ein unglaubliches Spektakel! Himmel und Schnee sind durch die im Nebel untergehende Sonne rosa gefärbt. Wir geniessen den Anblick, sofern man das bei erneut -25 °C Geniessen nennen kann… Unsere Wimpern sind eingefroren, doch für die Hände und Füsse haben wir heute mit neu gekauften Wärmepads vorgesorgt, die schön wärmen. Wir fotografieren natürlich das gesamte Spektakel und sind sowas von froh, dass wir die Wanderung heute nochmals gemacht haben. Gemütlich machen wir uns auf die 45-minütige Heimfahrt. Zu Hause gibt es natürlich wieder einen Saunagang, bevor wir zu Abend essen.
Kurz & knapp
Trotz Nicolas' Erkältung wagen wir die Riisitunturi-Wanderung ein zweites Mal und hasten bei -25 °C rechtzeitig zur Dämmerung hinauf. Die Belohnung: Himmel und Schnee färben sich durch die im Nebel untergehende Sonne rosa, ein surreales Spektakel, das jeden gefrorenen Wimpernschlag wert ist.
Kommentare
Fragen, Tipps oder einfach ein Gruss: Wir freuen uns über jede Nachricht.