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PIXELS & TRAVELS

Vorschläge

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Deutsch / English
Schneeüberzogene Bäume unter rosa Dämmerungshimmel auf dem Riisitunturi
Posio, Lappland

Riisitunturi im Winter

Zweimal im Februar bei -25 °C auf den Riisitunturi bei Posio: Die Runde Riisin rääpäsy zu den verschneiten Fichten der Hochebene, mit Karte und GPX.

4.6 km · 114 m Aufstieg · Von A nach B

Auf einen Blick

Strecke
4.6 km Von A nach B
Aufstieg
114 m Abstieg 112 m
Höchster Punkt
454 m Riisitunturi
Ab dem Einstieg
109 m auf 1.7 km, im Schnitt 7 % Steigung
Start und Parkplatz Parkplatz Riisitunturi

Parkplatz Riisitunturi bei Posio, Abzweigung bei Patoniementie 180, dann rund 3 km Schotterstrasse, im Winter geräumt. Bis Frühling 2027 versuchsweise gebührenpflichtig (EasyPark).

66.2155° N · 28.5868° E

Wegverlauf aus OpenStreetMap, Höhen aus dem amtlichen Höhenmodell. Auf eigene Verantwortung, Wege und Verhältnisse vor Ort prüfen.

Anforderung

Mittel

Leicht, mittel, schwer · Offizielle Einstufung ↗

In unserem Beitrag leicht, laut Metsähallitus mittel. Breiter Schotterweg, bis zum Gipfel meist bergauf, aber nicht allzu steil.

Unsere Gehzeit
Nicht festgehalten
Beste Zeit
Ganzjährig. Im Winter meist offen, aber nicht unterhalten, nach starkem Schneefall nur mit Schneeschuhen. Wir waren zweimal im Februar dort.
Wegbeschreibung · 3 Abschnitte

Der Weg

Höhenprofil des Aufstiegs Zum Ablesen über das Profil ziehen

Karte und Weg © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL). Höhen: EU-DEM 25 m (Copernicus) via OpenTopoData.

Der Riisitunturi ist ein 465 Meter hoher Hügel im gleichnamigen Nationalpark bei Posio in Lappland. Im Winter liegt auf seinen Fichten so viel Schnee, dass sie wie Figuren in der Landschaft stehen. Wir waren im Februar 2024 an zwei Nachmittagen hintereinander dort, beide Male bei rund -25 °C. Am ersten Tag sind wir kurz vor dem Sonnenuntergang durchgefroren umgekehrt, am zweiten sind wir zur Dämmerung hinaufgeeilt.

Der markierte Weg auf den Gipfel ist die Rundwanderung Riisin rääpäsy von Metsähallitus, das die Nationalparks in Finnland verwaltet. Laut Metsähallitus ist sie 4.5 km lang, mit grünen Holzpfosten markiert und im Uhrzeigersinn empfohlen. Andere Angaben, auch die Schneeschuhseite des Parks und unser Beitrag, nennen 4.3 km. Metsähallitus stuft die Runde als mittel ein und rechnet mit 2 bis 3 Stunden, in unserem Beitrag haben wir sie leicht genannt. Ob wir die ganze Runde gegangen sind, haben wir nicht festgehalten.

Anfahrt und Parkplatz

Wir sind beide Male nach dem Mittagessen in unserer Unterkunft losgefahren, die Heimfahrt dauerte am zweiten Tag 45 Minuten. Die Zufahrt zweigt bei der Adresse Patoniementie 180 in Posio ab. Von dort führt eine schmale, einspurige Schotterstrasse rund 3 km zum Parkplatz. Sie wird im Winter geräumt, bei uns lag trotzdem Schnee darauf. Unser Auto hatte Spikes und hielt damit auch auf dem Eis. Am zweiten Tag kamen wir unterwegs an einem Unfall vorbei: Auf der schneebedeckten Fahrbahn waren zwei Autos frontal zusammengestossen. Verletzt wurde zum Glück niemand ernsthaft, danach sind wir deutlich vorsichtiger gefahren.

Der Parkplatz am Rand des Nationalparks ist gross, er hat Platz für rund 200 Autos. Von dort starten mehrere Routen, wir sind beide Male Richtung Riisitunturi gegangen. Am Startpunkt stehen eine Infotafel zum Nationalpark und ein rollstuhlgängiges Trockenklo. Seit dem 1. September 2026 läuft hier bis im Frühling 2027 ein Versuch mit Parkgebühren. Von 9 bis 18 Uhr kostet das Parken nach den ersten 30 Minuten 1 € pro Stunde, höchstens 5 € pro Tag, dazu kommt eine Servicegebühr. Bezahlt wird mit der App EasyPark. Bei unseren Besuchen 2024 gab es diesen Versuch noch nicht.

Hinauf auf den Riisitunturi

Vom Startpunkt sind es laut Metsähallitus 1.7 km bis zum Gipfel, auf einem recht breiten Schotterweg mit einigen Stegen, Wurzeln und Steinen. Er steigt meist an, aber nicht allzu steil, auf diesen 1.7 km um 105 Höhenmeter. Das Höhenprofil unserer Karte beruht auf einem groben Höhenmodell (EU-DEM) und zeigt den Gipfel gut zehn Meter zu tief. Im Winter ist die Runde meist offen, wird aber nicht unterhalten. Laut Metsähallitus eignet sie sich gut für Schneeschuhe, ist aber nicht eigens als Schneeschuhroute markiert. Meist ist der Weg festgetreten, auf den offenen Hängen kann der Wind ihn aber schnell zuwehen, und nach starkem Schneefall braucht es Schneeschuhe.

Am ersten Nachmittag führte uns der Weg zuerst durch Wald. Es lag der feinste Pulverschnee, den wir je gesehen haben, und er deckte die Bäume vollständig zu. Bei etwas weniger als -25 °C spürten wir die Kälte schon nach kurzer Zeit im Gesicht, an den Händen und an den Füssen.

Auf dem Weg durch den verschneiten Wald am Riisitunturi · 2 Bilder

Weiter oben öffnet sich der Wald zu einer Hochebene, auf der die verschneiten Bäume einzeln und in Gruppen stehen. Wir fotografierten in alle Richtungen, bis die Sonne tief über der Ebene stand. Weil wir richtig durchgefroren waren, kehrten wir kurz vor dem Sonnenuntergang um.

Die Hochebene des Riisitunturi am ersten Nachmittag · 2 Bilder

Am zweiten Tag war es wolkiger und nebliger. Als wir um 15:40 Uhr auf dem Parkplatz ankamen, war von der untergehenden Sonne kaum etwas zu sehen. Wir sind sofort losgegangen und haben uns bis oben beeilt, wo wir ausser Atem ankamen. Dort färbte die im Nebel untergehende Sonne den Himmel und den Schnee rosa. Es war wieder -25 °C, und unsere Wimpern froren ein. Für Hände und Füsse hatten wir diesmal Wärmepads gekauft, die gut wärmten.

Der Riisitunturi bei Dämmerung am zweiten Tag · 3 Bilder

Ikkunalampi und zurück über die Hütte

Vom Gipfel sieht man laut Metsähallitus nach Osten über den See Kitkajärvi bis zu den Hügeln von Kuusamo und nach Westen über den Nationalpark. Oben trennen sich die Wege der Runden Rääpäsy und Rietas. Die Rääpäsy führt nach rechts 600 m und 30 Höhenmeter hinunter zum kleinen See Ikkunalampi, mit einer Bank am Ufer und Stegen am Wasser. Nach weiteren 200 m trifft sie wieder auf die Rietas, dort geht es nach rechts 200 m zur offenen Wildnishütte Riisitunturi. Dort gibt es ein Trockenklo, einen Holzschuppen und eine Feuerstelle. Von der Hütte sind es noch 1.6 km, meist bergab, zurück zum Parkplatz.

Welchen Weg wir an unseren beiden Nachmittagen hinunter genommen haben, steht in unseren Beiträgen nicht. Beide Male sind wir danach direkt zurück zur Unterkunft gefahren und haben uns zuerst in der Sauna aufgewärmt.

Fotostopps am Weg

Fotostopps

Die Fotospots an dieser Strecke, mit ihrer Lage auf dem Weg und der besten Zeit.

Nahe am Weg

Riisitunturi Nationalpark

Die berühmten "Tykky"-Bäume Lapplands. Unter Schneelast gebeugte Fichten, die bei Dämmerung wie gefrorene Skulpturen wirken.

Beste Zeit: Dämmerung · Dezember bis März

Im Reisetagebuch

Zwei Besuche

Die Tage, an denen wir hier unterwegs waren.

  1. 2024 6. Februar 2024 · 3 Min. Lesezeit Annina füttert ein Rentier aus der Hand, dahinter die Herde im Schnee Rentierfarm & Riisitunturi Nationalpark
  2. 2024 7. Februar 2024 · 2 Min. Lesezeit Schneeüberzogene Bäume unter rosa Dämmerungshimmel auf dem Riisitunturi Riisitunturi Nationalpark bei Dämmerung
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