Der Abiskojåkka fliesst gleich beim Naturum Abisko durch eine Schlucht. Dort beginnt auch der Kungsleden. Wir waren am 21. Mai 2021 an einem Tagesausflug von Kiruna aus dort, die Fahrt dauerte eine Stunde, es sind rund 100 km. Der Abisko Nationalpark war unser nördlichstes Ziel in Schweden. Laut der Länsstyrelsen Norrbotten besteht er seit 1909 und ist 7700 Hektaren gross.
Wir gehen zuerst in Richtung «Stranden» und kommen an einen Strand, der aus dem zugefrorenen See und Schnee besteht statt aus Sand. Danach gehen wir zwei der kürzeren Wanderungen. Die eine führt uns zu einem reissenden und tosenden Wasserfall, die andere bringt uns das Leben der Sami näher. Das geschmolzene Wasser fliesst direkt in einen noch grösstenteils zugefrorenen See, und beim Wasserfall gibt es noch gefrorene Stellen. Wo wir geparkt haben und wie lange wir unterwegs waren, haben wir nicht festgehalten.

Karte und Track folgen der Runde durch die Schlucht, die STF Abisko in seiner Broschüre beschreibt, und beginnen beim Parkplatz beim Naturum. Laut OpenStreetMap ist er gebührenfrei, laut der Länsstyrelsen gibt es Parkplätze auf der Süd- und auf der Nordseite der E10. Vom Parkplatz führt der Weg zum Einstieg des Kungsleden und weiter zu einem Wegweiser an der Schlucht. Laut der Broschüre folgt man den Schildern Richtung Rallarmuseet und Nuolja skihut. Der Pfad flussabwärts der Schlucht entlang beginnt hinter einem grossen Findling, den die Eiszeit hier liegen liess.
Die Wände der Schlucht bestehen laut STF Abisko aus hartem Schiefer und Dolomit, und dort brütet die Wasseramsel. Flussabwärts stürzt der Abiskojåkka in einen Tunnel, der beim Bau der Malmbanan entstand. Einige hundert Meter weiter unten führt eine Brücke über den Fluss. Auf der anderen Seite geht es zurück, wer mehr will, geht weiter flussabwärts für eine längere Runde. STF Abisko gibt die Runde mit 1.4 km und 20 Höhenmetern auf und ab an. Sie gilt als leicht, an den steilen Felsen soll man aber vorsichtig sein. Wo diese 1.4 km beginnen, sagt die Broschüre nicht. Unser Track misst die Runde ab dem Wegweiser mit rund 0.9 km, mit dem Zugang vom Naturum hin und zurück knapp 1.8 km.
Jenseits der Brücke führt die grüne Hälsoslinga der Länsstyrelsen auf einem breiten Holzsteg mit Geländer bis zu einem Holzdeck mit Banktisch. Vom Steg sieht man laut der Länsstyrelsen bis zum Torneträsk. Ab dem Naturum sind es 2.1 km hin und zurück, ab dem unteren Behindertenparkplatz 1.3 km. Rollstuhlgerechte Toiletten gibt es im Naturum und in der Turiststation. Unser Track geht auf diesem Steg flussaufwärts bis zum Aussichtspunkt an der Schlucht und auf einem kurzen Pfad zurück zum Wegweiser. Von dort führt er auf demselben Weg wie hin zum Parkplatz.
Den Beginn des Kungsleden schauen wir uns ebenfalls an. Ganz abgelaufen ist er 440 km lang. Laut der Länsstyrelsen beginnt er in Gehdistanz zum Naturum und folgt dem Abiskojåkka. Die erste Etappe bis Abiskojaure ist laut OpenStreetMap 15 km lang. Ende Mai besteht der Weg aus vielen schlammigen und schneebedeckten Stellen, ein Steg aus Holzplanken führt durch den Birkenwald. Wir sind fast die einzigen Wanderer und begegnen nur sehr selten anderen Menschen. Wie weit wir dem Kungsleden gefolgt sind, haben wir nicht festgehalten. Dieses Stück fehlt in Karte und Track.

Welchen Weg wir zum Leben der Sami gegangen sind, haben wir ebenfalls nicht festgehalten, auch er fehlt im Track. Die Broschüre von STF Abisko nennt als kurze Tour das Samevistet, 1.2 km hin und zurück ab dem grossen Parkplatz hinter dem Bahnhof, dem Wegweiser «Paddus naturstig» nach. Nach 300 m steht dort die Rekonstruktion eines Herbst- und Frühlingslagers mit Vorratshäusern, Kåtor und Trockengestellen. Laut der Broschüre ist der Weg sehr leicht.