Der Tvärfallet ist ein kleiner Wasserfall mitten in einem dichten Fichtenwald bei der Ortschaft Brattbäcken in der Gemeinde Strömsund in Jämtland. In OpenStreetMap ist er als «Vattenfall i ravin» beschrieben, als Wasserfall in einer Schlucht. Die Gemeinde Strömsund führt ihn auf ihrer Karte der Vildmarksvägen als Ausflugsziel Nummer 47. Wir waren am Samstag, 29. Mai 2021, dort. Es ist eher ein Spaziergang als eine Wanderung. Der Fussweg von der Waldstrasse zum Fall ist kurz und endet dort, zurück geht es auf demselben Weg.
Wir wohnten damals in einer Unterkunft am See in Hoting, und der Wasserfall liegt etwas westlich davon. Schon am Morgen schien die Sonne. Wir beschlossen, noch am Morgen zu gehen, damit wir am Nachmittag die Sonne bei der Unterkunft geniessen konnten. Eigentlich ist der Tvärfallet eine halbe Stunde mit dem Auto entfernt. Unser GPS leitete uns jedoch auf einen Umweg, der etwa doppelt so lang war und einer holprigen Strasse entlangführte.
Laut der Dorfgemeinschaft von Brattbäcken liegt der Fall gut zwei Kilometer die Waldstrasse in Brattbäcken hinauf. Basecamp Norråker beschreibt die Anfahrt von Norråker her: In Brattbäcken biegt man links in eine Waldstrasse ab, an der ein kleines Holzschild steht. In OpenStreetMap heisst diese Waldstrasse Brattbäcksvägen und ist nicht asphaltiert. Ob das die holprige Strasse war, über die uns das GPS geschickt hat, sagt unser Beitrag nicht. Einen Parkplatz verzeichnet OpenStreetMap nicht, und wo wir das Auto abgestellt haben, haben wir nicht festgehalten. Laut der Dorfgemeinschaft stehen oben an der Waldstrasse ein Rasttisch und Bänke für eine Pause.
Der Fussweg zweigt laut OpenStreetMap von der Brattbäcksvägen ab und führt zum Wasserfall. Karte und Track beginnen an dieser Abzweigung. Im Track sind es 77 m bis zum Fall, hin und zurück rund 0.15 km, fast ohne Höhenunterschied. Ein Nutzer von Komoot beschreibt den Ort als kurze Wanderung mit einem ruhigen Platz zum Sitzen. Eine offizielle Einstufung, eine Gehzeit oder eine Fallhöhe haben wir nirgends gefunden. Unsere eigene Gehzeit haben wir nicht festgehalten.
Wir waren wie üblich die Einzigen, sogar an diesem Samstag. Der Waldboden ist mit weichem, saftig grünem Moos bedeckt und gibt dem Wald ein märchenhaftes Aussehen. Zwar wurden wir von Mücken belästigt, das hinderte uns aber nicht, im Wald bis zum Wasserfall zu spazieren. Die Sonnenstrahlen fielen durch die dichten Bäume, zwischen den Fichten lagen umgestürzte Stämme. Wir waren fasziniert von den vielen verschiedenen Grüntönen.
Der Wasserfall liegt einsam mitten im Wald. Wir fotografierten und filmten viel, und Nicolas liess seine Drohne fliegen. Danach fuhren wir zurück zur Unterkunft am See, wo wir den sommerlichen Nachmittag verbrachten.
