Der Vetten ist ein 467 Meter hoher Berg in der Gemeinde Bø auf Langøya in den Vesterålen. Seinen Namen hat er laut einem Tourenvorschlag auf ut.no von einem Leuchtfeuer, das hier oben früher angezündet wurde. Markierte Wege führen von Steine und von Straume hinauf. Wir sind ihn am 3. Oktober 2026 gegangen, an unserem letzten ganzen Tag in den Vesterålen. Hin und zurück geht man auf demselben Weg.
Parken und Einstieg
Laut der Wanderseite Lovest beginnt der Weg auf einem Parkplatz an der Brennaveien bei Steine. Man fährt auf der Bøveien nach Steine und biegt dort in die Brennaveien ein, der Parkplatz liegt etwa 700 m nach der Kreuzung. Zuerst folgt man dem alten Kirchweg, danach einem deutlichen Pfad und Waldweg. Laut der Lokalzeitung Bladet Vesterålen führt der Weg von Brenna zuerst zur offenen Hütte Losjehytta und dann weiter zum Vetten.
Für uns ist dieser erste Teil sehr einfach. Der Kiesweg steigt gleichmässig an und wird nach und nach zu einem Pfad durchs Gras. Im Oktober leuchtet es dort goldgelb.
Über die Hochebene zum Gipfel
Nach der Losjehytta geht es auf Pfaden durchs Gras über die Hochebene. Laut Lovest ist das Gelände bis zu den steileren letzten Abschnitten leicht. Ganz oben wird es steiniger, aber klettern muss man nirgends. Der Gipfel ist grau und steinig, fast eine Mondlandschaft.
Wir waren im Herbst unterwegs, und kurz vor dem letzten Aufstieg haben wir vier Schüsse gehört und einen Mann mit Gewehr gesehen. Zwei Einheimische erklärten uns, dass dort oben Hühner gejagt werden. Laut Miljødirektoratet ist die Jagd auf Moor- und Alpenschneehühner ab dem 10. September offen und dauert bis in den Winter. Ein Warnschild haben wir nirgends gesehen. Wer im Herbst geht, sollte also damit rechnen, Jägern zu begegnen.
Oben und wieder hinunter
Oben hat man Rundblick über 360 Grad. Man sieht über Seen und Moore aufs Meer, zu den Bergen der Lofoten und zur Insel Gaukværøya. Auf dem Wegweiser steht «Vetten 467 moh.», von hier führt ein Weg in drei Kilometern weiter auf den Lynghaugtinden. Laut ut.no ist das Teil einer längeren Tour von Fjærvoll über den Lynghaugtinden und den Vetten nach Steine.
Neben dem Gipfel steht die kleine Hütte Vettenbua. Sie ist offen, und laut ut.no lohnt sie sich besonders bei schlechtem Wetter. Drinnen stehen ein Tisch und eine norwegische Fahne, und durchs Fenster sieht man aufs Meer. Vor der Hütte liegt eine Tafel in Mundart, übersetzt: «Historischer Ort. Genau hier, am Nachmittag des 14. Juli 2021, gelang es einem Mann, eine Diskussion mit seiner Frau zu gewinnen.»
Zurück geht es auf demselben Weg. Bei uns kam beim Abstieg Wind auf, Regen gab es keinen.