Der Old Man of Stoer ist ein Felsturm im Meer vor der Halbinsel Stoer in Assynt, im Nordwesten der schottischen Highlands. Laut Wikipedia ist er 60 Meter hoch und besteht aus Torridon-Sandstein, Walkhighlands nennt 70 Meter. Vom Parkplatz beim Stoer Head Lighthouse führt ein Pfad über die Klippen nach Norden zu ihm.
Wir waren am 6. April 2023 dort, auf unserem Roadtrip durch Schottland. Die Strasse zum Leuchtturm ist sehr eng und kurvig, einmal haben wir beim Zurücksetzen einen Lastwagen vor uns und ein Schaf hinter uns. Das ist eine Herausforderung, aber die Aussicht lohnt sich. Bis zum Old Man of Stoer schaffen wir es nicht ganz, weil der Weg zu schlammig ist, aber wir haben einen tollen Blick auf den Leuchtturm. Wo wir geparkt haben, wie weit wir gekommen sind und wie lange wir unterwegs waren, haben wir nicht festgehalten. Karte, Zahlen und GPX zeigen deshalb den ganzen Weg bis kurz vor den Old Man und auf demselben Weg zurück, nicht unser kürzeres Stück.
Parken beim Leuchtturm
Laut Wikipedia steht der Leuchtturm am Ende einer 5 km langen Strasse, die von der B869 zwischen Lochinver und Unapool abzweigt. Laut Travel Made Me Do It biegt man beim Assynt Crofters’ Trust an der B869 Richtung Balchladich ab und folgt dann den Schildern zum Leuchtturm. Kurz unterhalb des Leuchtturms liegt ein Gratisparkplatz, laut Masarnen Ramblers zwei Flächen nebeneinander mit Platz für etwa 16 Autos. Laut Britain Express steht dort manchmal ein Kaffeewagen. Öffentlichen Verkehr dorthin gibt es laut Walkhighlands keinen.
Den Leuchtturm haben laut Wikipedia David und Thomas Stevenson 1870 gebaut. Der Turm ist nur 14 Meter hoch, wegen der hohen Klippe sieht man ihn auf See aber 39 km weit. Seit 1978 läuft er automatisch.
Der Pfad beginnt laut Masarnen Ramblers zwischen den beiden Parkplätzen, links eines Fahrwegs. Laut Walkhighlands steigt dieser Fahrweg nach rechts an, zum Old Man nimmt man aber den Graspfad mit dem Wegweiser, auf dem 3 km angegeben sind.
Auf den Klippen nach Norden
Laut Walkhighlands ist der Pfad zu Beginn breit, aber schwach erkennbar und ziemlich nass. Er steigt parallel zur Küste an, und bald hat man einen schönen Blick zurück auf den Leuchtturm. Diesen Blick zeigen unsere Bilder. Wo genau sie entstanden sind, steht nicht im Beitrag, dem Blickwinkel nach aber auf den Klippen nördlich des Leuchtturms.
Danach wird der Boden laut Walkhighlands trockener, und der Pfad ist nur noch eine Schafspur. Nach etwa einem Kilometer quert eine tiefe, grasige Rinne den Weg. Man weicht etwas nach rechts aus, bis man sie überqueren kann. Auf unserem Track macht der Pfad bei km 1.0 einen Bogen landeinwärts, an der Gabelung geht es links zurück an die Küste. Laut Britain Express führt der Pfad an einer Stelle in eine kleine Schlucht hinunter und auf der anderen Seite wieder hinauf, dort braucht es etwas Geschick. Laut Masarnen Ramblers führt der Weg bei Geodh’ nan Daoine auf einem Pfad mit Stufen in eine grasige Rinne.
Einen weiteren Kilometer später sieht man laut Walkhighlands links den Felsvorsprung Cirean Geardail. Dort knickt die Küste nach rechts ab, und vorne liegt der höchste Abschnitt der Klippen mit dem Old Man an seinem Ende. Auf unserem Track liegt dieser Knick bei km 2.0. Danach steigt der Pfad an und erreicht bei km 2.7 mit rund 110 Metern den höchsten Punkt des Tracks. Dort zweigt laut OpenStreetMap ein Pfad zum Sìthean Mòr ab. Laut GeoKs verlaufen auf dem Weg nach Norden mehrere Pfade ungefähr parallel, in verschiedenem Abstand zur Kante, und die Klippen fallen bis zu 100 Meter ab.
Hinunter zum Old Man of Stoer
Laut Walkhighlands fallen Küste und Pfad danach ziemlich steil zu einer Grasfläche direkt über dem Old Man ab. Unser Track endet bei km 3.1 an diesem Hang, etwa 140 Meter südlich des Felsturms. Hin und zurück sind das 6.2 km mit 255 Metern Aufstieg. Das Höhenmodell hat an den Klippen aber viele Lücken, Aufstieg und Höhen sind deshalb nur ungefähr. Laut Britain Express braucht man für den Weg zum Old Man 30 bis 45 Minuten.
Erstmals bestiegen haben den Old Man laut Wikipedia 1966 Brian Henderson, Paul Nunn, Tom Patey und Brian Robertson. Um an den Fuss des Felsturms zu kommen, brauchen Kletterer eine Seilbrücke. Laut Britain Express brüten Eissturmvögel auf dem Felsturm und an den Klippen daneben.
Von hier führt der Weg laut Walkhighlands weiter der Küste entlang bis zum Point of Stoer. Zurück geht man auf demselben Weg oder über den Sìthean Mòr. Er ist laut Walking Englishman 161 Meter hoch. Danach führt ein Pfad zum Fahrweg des Sendemasts, und dieser an den Resten einer Radarstation aus dem Zweiten Weltkrieg vorbei hinunter zum Parkplatz. Für diese Runde, die unsere Karte nicht zeigt, nennt Walkhighlands 7 km, 2.5 bis 3.5 Stunden und 360 Meter Aufstieg.
Walkhighlands stuft die Runde mit 3 von 5 ein. Der Küste entlang sei es rau und nass, stellenweise ohne Pfad, über den Hügel zurück wohl leichter. An den Klippenkanten ist Vorsicht nötig. Der Sumpffaktor ist ebenfalls 3 von 5: Vieles kann trocken sein, einzelne Abschnitte aber sehr nass, wasserdichte Schuhe sind empfohlen.