Das Litlefjellet ist ein kleiner Aussichtsberg zuinnerst im Vengedalen in der Gemeinde Rauma, in den Bergen über Isfjorden. Wir sind am 25. August 2022 hinaufgestiegen, am Abend. Am Morgen waren wir noch im Innerdalen gewandert, danach sind wir Fjorden entlang nach Isfjorden gefahren, wo wir auf dem Campingplatz einen Bungalow hatten.
Wir checken ein, bringen das Gepäck in den Bungalow und brechen gleich wieder auf. Eine einsame, kurvige Strasse führt uns die Berge hinauf zum Parkplatz. Laut ut.no fährt man ab Isfjorden der Beschilderung nach Liabygda und Venjedalen nach. Nach der Alm Venjesdalssetra wird die Strasse laut ut.no und Fjord Norway zur Schotterstrasse und steigt steil an. Der Start liegt etwa einen Kilometer nach dem See Vengedalsvatnet. Die Strasse durchs Vengedalen ist eine Mautstrasse, bezahlt wird laut ut.no mit Karte. Der Geiranger Guide nennt 100 Kronen und rund 9 km Schotterstrasse bis zur Alm und zum Vengedalsvatnet. Öffentliche Verkehrsmittel fahren laut ut.no keine ins Tal, man braucht ein Auto.
Unser Track beginnt am Wanderparkplatz bei der Wandertafel. Dort beginnt laut OpenStreetMap der markierte Weg auf das Litlefjellet. Laut Outdooractive ist der Weg ausgetreten, steinig und erdig. Auf unserem Track steigt der Weg von der Tafel zuerst nach Westen, zieht dann nach Süden und erreicht auf etwa 760 m den Grat. Auf dem Grat geht es nach Norden weiter, über eine kleine Senke bis zum Gipfel. Laut Trollstigen Resort ist der Weg gut markiert.
Die Wanderung gilt nach norwegischen Massstäben als einfach, aber ein wenig Kraxeln gehört dazu. Der DNT stuft sie auf ut.no dagegen als «Middels krevende» ein, also blau, Fjord Norway ebenso. Laut Fjord Norway fallen auf beiden Seiten des Grats Felswände ab, und einige Stellen ab dem Parkplatz sind steil und luftig. An einer Stelle hilft eine Kette. Mit Kindern ist an den steilen Stellen und an den Felskanten laut Fjord Norway besondere Vorsicht geboten.
Eine eigene Gehzeit haben wir nicht festgehalten. Man geht hin und zurück auf demselben Weg. ut.no nennt 1.7 km und 30 Minuten, Fjord Norway ebenfalls 1.7 km und vom Parkplatz bis oben 20 bis 30 Minuten. Trollstigen Resort schreibt 15 bis 30 Minuten, der Geiranger Guide 20 bis 30 Minuten ab dem Parkplatz. Für den Aufstieg nennen Fjord Norway, Trollstigen Resort und der Geiranger Guide rund 140 Höhenmeter. ut.no gibt 250 Höhenmeter an, das passt zu keiner anderen Quelle. Die Höhe des Gipfels geben Trollstigen Resort mit 780 m, Fjord Norway mit 790 m und der Geiranger Guide mit 800 m an.
Oben geniessen wir eine herrliche Aussicht auf einen kleinen See und mächtige Berge. Laut Trollstigen Resort liegen oben mehrere kleine Bergseen, in denen sich bei klarem Wetter die Gipfel spiegeln. Vom Litlefjellet sieht man laut ut.no auf die Trollwand und die Trolltindene, das Romsdalshorn und die Vengetindene, hinunter nach Åndalsnes und auf den Romsdalsfjord. Fjord Norway nennt dazu die Raumabahn unten im Tal.

Wie in Norwegen üblich schlägt das Wetter sehr abrupt um, und es beginnt zu nieseln. Also treten wir bereits den Abstieg an. Doch so schnell der Regen kam, so schnell ist er wieder verschwunden, und über dem kleinen See spannt sich ein Regenbogen. Am Abend kochen wir in unserer Unterkunft und schauen uns die Fotos des Tages an.
Die Saison dauert laut ut.no von Mai bis Oktober, Fjord Norway nennt Juli bis September als beste Zeit. Laut Fjord Norway öffnet der obere Teil der Strasse meist Ende Juni und wird im Winter nicht geräumt. Wir waren Ende August oben.