Dieser regnerische und hagelreiche Tag lädt nicht gerade zum Wandern ein, deshalb verbringen wir den Morgen in der Unterkunft und planen die nächsten Tage. Zwischendurch kommt doch die Sonne etwas hervor und wir sehen wieder einmal einen spektakulären Regenbogen vor unserer Haustüre. Wir taufen die Saison hier oben “Rainbow Season”, der Regen hat auch seine Vorteile.
Am Nachmittag gibt es ein wenig Sonne, also schnappen wir unsere Kameras und fahren nach Sakrisøy, um das orange Hüttli noch einmal zu fotografieren.
Dort treffen wir auf einen Norweger, der nun in den Niederlanden wohnt und hier die gleichen Fotospots besucht, wie wir. Wir kommen etwas ins Gespräch und bekommen den Tipp, zu einem in der Nähe gelegenen Wasserfall zu fahren. Wir warten den nächsten Hagelschauer im Auto ab und laufen vom Parkplatz zum Lofoten Wasserfall. Für Schweizer ist es eher ein Wasserfällchen aber schön ist es trotzdem. Wir laufen etwas in der Gegend und geniessen ein paar wenige Sonnenstrahlen.
Auch in Reine und Hamnøy halten wir jeweils nochmals kurz an. In Reine kaufen wir ein und fahren zurück zu unserer Unterkunft.
Wir verbringen den Abend mit Fotos bearbeiten und warten auf Nordlichter, denn die Vorhersage verspricht etwas weniger Bewölkung und einen höheren KP Index als in den letzten Tagen. Lange sehen wir gar keine, doch dann können wir ein paar sehr schwache grüne Streifen am Himmel beobachten, welche sich teilweise noch hinter den Wolken verbergen. Aber sogar die Kameras können die schwachen Lichter kaum festhalten. Als wir bereits aufgeben wollen, werden die Lichter stärker und wir sehen einen grünen Streifen sich über den ganzen Himmel ziehen. Auch wenn die Lichter nicht so stark sind, ist das Naturwunder trotzdem ein Spektakel. Besonders weil das Meer komplett ruhig ist in dieser Nacht und sich die Berge und Lichter in dem Meer spiegeln.
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