Für heute sind in Nøss den ganzen Tag Regen und Sturm gemeldet. Das Meer ist aufgewühlt, und der Himmel ist grau. Wir beschliessen deshalb, zuhause zu bleiben. Wir geniessen auch so mal die Ruhe und nutzen die Zeit, um produktiv zu sein.
Unter anderem bauen wir diesen Blog um, und zwar von Grund auf. Die ganze Seite ist neu und modern gestaltet und funktioniert auf dem Desktop genauso gut wie auf dem Handy. Neu gibt es einen Shop, in dem man bald unseren Wandkalender und Prints unserer Fotos bestellen kann. Einen Print kann man sich vorher über die Kamera des Handys in Originalgrösse an der eigenen Wand ansehen. Auf der Startseite zeigt eine Karte, wo wir gerade unterwegs sind. Unter Reiseziele steht jeder Reisetag als Punkt auf der Karte, und die Tage einer Reise sind zu einer Route verbunden. Die Fotos sind in der Vollansicht schärfer, und bei jedem Beitrag fasst oben ein Kasten «Kurz & knapp» das Wichtigste zusammen.
Draussen regnet es fast ohne Pause. An einem der seltenen, dafür umso kürzeren trockenen Momente gehen wir an den Strand von Nøss spazieren. Besonders interessant ist er ehrlich gesagt nicht. Der Sand ist hell und fein, darauf liegen dunkle, runde Steine, und am oberen Rand steht das trockene Gras schon braun und orange.
Ein kleiner Bach fliesst zwischen den nassen Wiesen hindurch ins Meer, daneben steht ein hölzerner Strommast. Der Wind treibt die Wellen weiss schäumend auf den Strand. Auf der anderen Seite der Bucht steht ein dunkler Berg mit rotbraunem Herbstlaub, an seinem Fuss eine Reihe weisser Häuser. Über dem Wasser ziehen schon die nächsten Regenschauer heran. Man sieht sie als graue Schleier vom Himmel hängen, und dazwischen bricht immer wieder etwas Licht durch.
Lange bleibt es nicht trocken, und wir machen uns auf den Rückweg. Ein Schild mit kleinen Wimpeln, die im Wind flattern, zeigt den Weg zum Atelier Nøss. Unsere Unterkunft steht direkt daneben, und wir werfen noch einen Blick auf sie. Von aussen wirkt sie wirklich sehr stylisch und modern. Zwei dunkle, kantige Baukörper mit hohen Fenstern stehen im goldgelben Gras, dahinter leuchten die Bäume orange, und darüber steigt der Hang des Berges an.
Drinnen ist sie allerdings etwas seltsam und deutlich weniger modern eingerichtet, als man es von aussen denken würde.
Dafür haben wir heute richtig viel Zeit zum Kochen, und wir bereiten Fajitas zu. Sie werden sehr lecker. Morgen soll die Waltour in Andenes stattfinden, die wir gestern gebucht haben. Wir hoffen, dass sich das Meer bis dahin etwas beruhigt.
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