Der Hamra Nationalpark liegt in Orsa Finnmark, in der Gemeinde Ljusdal in der Provinz Gävleborg. Er entstand laut Länsstyrelsen Gävleborg 1909, wurde 2011 erweitert und ist heute 1383 ha gross. Laut Wikipedia waren es anfangs 28 ha. Laut Naturvårdsverket ist fast die Hälfte des Parks Moor, etwa 90 % der Bäume sind Föhren, viele davon über 300 Jahre alt. Wir waren am 5. Juni 2021 hier, auf der Etappe von Rätan nach Orsa. Es war der erste Stopp des Tages.
Anfahrt und Haupteingang
Am Morgen checkten wir in Rätan aus und fuhren Richtung Orsa. Wie so oft fuhren wir als einzige eine lange Schotterstrasse entlang, bis wir dort waren. Laut Länsstyrelsen Gävleborg zweigt von der E45 zwischen Sveg und Orsa bei Fågelsjö eine Strasse nach Osten ab, nach etwa 5 km ist der Haupteingang erreicht. Der Weg dorthin ist ausgeschildert. Parkplätze gibt es an allen drei Eingängen, am Haupteingang (Huvudentrén), am Myrentrén und am Svartåentrén. Der Parkplatz am Haupteingang ist laut OpenStreetMap gratis, die Toilette dort ebenfalls. Länsstyrelsen Gävleborg nennt am Eingang Trockentoiletten und Feuerstellen. Mit Wohnmobil oder Wohnwagen darf man laut Naturvårdsverket auf den Parkplätzen der Eingänge übernachten, höchstens zwei Tage am selben Platz.
Dort angekommen war alles sehr modern und gut ausgeschildert. Mehrere Wanderrouten führen in den Nationalpark. Wir gingen zwei verschiedene Pfade entlang. Welche das waren, sagt unser Beitrag nicht. Karte und Track folgen den beiden Rundwegen, die laut Naturvårdsverket am Haupteingang beginnen, der Lilla Myrslingan und der Urskogsslingan. Das ist unsere Annahme, ebenso die Reihenfolge. Die anderen Wege beginnen an anderen Eingängen oder sind länger: Die Långa Myrslingan startet am Myrentrén, die Svartåslingan am Svartåentrén, und der Hamraleden ist laut Naturvårdsverket 10 km lang und dauert etwa 6 Stunden.
Lilla Myrslingan durchs Moor
Laut Naturvårdsverket ist die Lilla Myrslingan 2.5 km lang. Man geht über das offene Moor, und wo es am nassesten ist, liegen Zweiplankenstege. Länsstyrelsen Gävleborg beschreibt das Moor als zusammenhängende Fläche aus Riedern, Bächen, kleinen Tümpeln, Schwingrasen und Inseln mit Föhren. Die Wege sind laut Länsstyrelsen Gävleborg mit Wegweisern und Markierungen versehen. Abseits davon liegt die Pflanzendecke wie ein Deckel auf dem Wasser, man kann einbrechen. In OpenStreetMap ist die Runde purpur markiert.
Der Nationalpark ist geprägt von Moorlandschaften. Dementsprechend gab es viele Mücken. Auch fleischfressende Pflanzen soll es hier geben. Davon sahen wir leider nichts, von den Mücken umso mehr. Das Titelbild zeigt einen schmalen Steg an einem Waldsee. An welchem, sagt unser Beitrag nicht.
Im Track führt die Runde vom Eingang nach Südosten bis zu einem Wegweiser im Süden der Runde und über einen Steg beim Gåstjärnen zurück zum Eingang. Auf der Linie sind das etwa 2.35 km.
Urskogsslingan zum Svansjön
Die Urskogsslingan beginnt laut Naturvårdsverket ebenfalls am Haupteingang, ist 3 km lang und dauert etwa eine Stunde durch den Urwald. Die ersten 500 m bis zum Aussichtspunkt am Svansjön sind ein breiter Holzsteg, auch mit Rollstuhl, Rollator und Kinderwagen zu befahren. Nach etwa 2.5 km kürzt eine Abzweigung die Runde ab. Laut Naturvårdsverket sind einige Bäume im Park über 400 Jahre alt. Im Track sind es ab dem Eingang etwa 2.75 km bis zurück zum Eingang.
Zusammen mit dem Weg vom Parkplatz zum Eingang ergibt der Track 5.63 km mit etwa 10 Höhenmetern. Das passt zu den offiziellen Längen der beiden Runden. Wie lange wir unterwegs waren, haben wir nicht festgehalten. Unser Beitrag sagt nur, dass wir einen schönen Einblick in diese spezielle Landschaft bekamen.
Laut Länsstyrelsen Gävleborg darf man Beeren, Blumen und Speisepilze für den Eigenbedarf sammeln. Feuer ist nur an den eingerichteten Stellen erlaubt. Brennholz kostet 40 Kronen pro Bund, bezahlt wird mit Swish.
Nach dem Nationalpark holten wir unser Mittagessen in einem sehr abgelegenen ICA und fuhren weiter zum Helvetesfallet.