Früh am Morgen fahren wir in Ubud los, Richtung Padang Bai, dem Hafen für die Überfahrt nach Lombok. Um 6 Uhr ist es halb bewölkt bei 29 Grad. Weil wir unsere Koffer dabeihaben, haben wir für diese Strecke ein Auto mit Fahrer gebucht. Der Fahrer kommt 20 Minuten zu spät, fährt dann aber wie im Film Fast & Furious und überholt auf den anderthalb Stunden Fahrt alle Autos und Roller. So setzt er uns am Ende doch rechtzeitig ab.
Der Hafen ist reines Chaos, aber wir schaffen es an Bord unserer Schnellfähre, der Ekajaya. Im Vergleich zur wilden Fahrt am Morgen ist die Überfahrt sehr sanft, nur läuft um 8 Uhr morgens richtig laute Partymusik. Der erste Halt ist nämlich Gili Trawangan, die Partyinsel vor Lombok. Sie gehört zu den drei kleinen Gili-Inseln vor der Nordwestküste Lomboks. Auf dem Titelbild sind kleine Boote mit dunklen Segeln vor blauen Bergketten zu sehen.
Als wir in Lombok ankommen, sind wir sehr froh, dass der Transfer hinter uns liegt, und freuen uns auf den Aufenthalt, denn wir wohnen hier in einem der besten Hotels. Um 11 Uhr legen wir im Hafen von Senggigi an, bei klarem Himmel und 28 Grad. Von Bord sehen wir bewaldete Hänge mit Palmen und Funkmasten, einzelne Häuser direkt am Ufer und ein Segelboot, das vor Anker liegt.
Um 12 Uhr sind wir in Medana in West Lombok. Unser Hotel ist das schönste, in dem wir je gewohnt haben, direkt am privaten Strand und mit einem Infinity-Pool, der über Palmen und Strand blickt. Abends färbt sich der Himmel hinter den Palmen orange, und der Pool spiegelt sie im glatten Wasser.
Wir tragen Blumenketten um den Hals und stehen vor dem Pool, hinter uns Palmen, Sonnenschirme und das Meer. Auf einem Holztablett steht ein kleines, geschichtetes Häppchen mit zwei orangefarbenen Stücken auf Spiessen zwischen zwei Gläsern mit gelbbraunem Getränk, daneben liegen zwei aufgerollte weisse Tücher. Wir geniessen orientalisches Essen. Auf dem Brett liegen Fladenbrot mit Kräutern, Gurkenstreifen, ein heller Dip mit Öl und Gewürz und ein weisser Dip mit Oliven. Dazu gibt es Kokosnuss.
Am Strand liegen einzelne Steine im hellen Sand, am Rand steht ein grosser Baum, und in der Ferne ragt ein langer Steg ins Wasser. Zum Sonnenuntergang steht die Sonne als orangefarbener Streifen unter einer dunklen Wolkendecke und spiegelt sich im ruhigen Meer.
Auf dem Rasen zwischen den Palmen stehen Liegen, dahinter leuchtet der Himmel orange. Im glatten Wasser des Infinity-Pools spiegeln sich die Palmen und das Orange des Himmels.
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