Wind ist das Stichwort des heutigen Tages.
Nach dem Frühstück fahren wir zum Tjolöholms Slott, das südlich von Göteborg liegt. Das Schloss liegt an einem Arm der Nordsee und es ist bekannt, dass dort sehr raue Wetterbedingungen herrschen. Der Architekt Lars Israel Wahlman hat dieses Schloss geplant, um 1904 wurde es fertiggestellt. Um das Schloss ist ein Schlossgarten angelegt worden, der von Wanderwegen durchzogen ist. Das heutige Schloss ist für mitteleuropäische Verhältnisse noch nicht so alt, der Ort, an dem es steht, wurde aber schon lange bewohnt. Schon im Jahr 1231 hat der damalige König von Dänemark dort residiert. Als wir ankommen, sind wir erstaunt über den Besucherandrang. So volle Parkplätze sind wir uns nicht mehr gewohnt. Das Schloss ist sehr schön und liegt gleich neben dem Meer, an dem wir dann später picknicken. Die rauen Wetterbedingungen bekommen wir gleich in Form von Wind zu spüren. Es bläst uns sogar sitzend fast von den Füssen und auch die Möwen haben sichtbar Mühe, sich in der Luft zu halten.
Es scheint, als ob wir noch nicht genug Wind gehabt hätten, denn danach fahren wir zum Naturschutzgebiet Näsbokrok, wo wir neben grasenden Kühen bis zum Meer gelangen. Es windet dort so stark, dass wir uns beinahe komplett in den Wind legen können ohne umzufallen. Das Salzwasser spritzt durch die Luft, die Wellen türmen sich auf, der Wind pfeift uns um die Ohren, unsere Augen tränen. Möwen hat es hier keine mehr, wahrscheinlich ist sogar denen der Wind zu heftig. Jedoch geniessen wir auch dieses spezielle Erlebnis sehr und halten die Stimmung fotografisch fest.
Auf dem Rückweg stoppen wir bei einem ICA Maxi, der mitten im Einkaufsgebiet von Kungsbacka liegt. Wir staunen über die schiere Grösse dieses Einkaufsgebiets, denn wir müssen kilometerweit und durch Dutzende Kreisel fahren, bis wir zu unserem Supermarkt gelangen.
Abends kochen wir Kartoffelstock mit Vegobullar, dazu Preiselbeermarmelade und Bratensauce.
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