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PIXELS & TRAVELS

Reisen · 8. September 2022 · 4 Min. Lesezeit

Hesten - Narvik

Unser letzter Tag auf Senja wird der spektakulärste: Die Wanderung auf den Hesten endet mit einer Kletterpartie über eine steile Felswand, und oben mit dem atemberaubenden Blick auf den ikonischen Segla. Danach ziehen sich die 3.5 Stunden nach Narvik, weil uns spiegelglatte, nebelverhangene Seen immer wieder zum Anhalten zwingen.

Die Zacken der Teufelszähne am Tungeneset spiegeln sich im spiegelglatten Wasser

Tungeneset, Senja · 69.5533° N · 17.3560° E

Heute ist wieder ein sehr langer und intensiver Tag. Es ist unser letzter Tag auf Senja und das Wetter ist wunderschön. Wir stehen früh auf, putzen das Airbnb und machen uns auf die zweistündige Fahrt zum Ausgangspunkt der Wanderung auf den Berg Hesten. Eigentlich lägen die Orte nahe beieinander, aber die direkte Strasse ist wegen der Lawinenverbauungen gesperrt, sodass wir einen grossen Umweg fahren müssen. Wir halten noch einmal am Aussichtspunkt Tungeneset, denn die Spiegelung der sonnenbeschienenen Berge im Wasser ist perfekt und sieht wunderschön aus.

Die Teufelszähne im Morgenlicht, vollständig im Wasser gespiegelt Rosa Morgenlicht auf den Zacken, unten die Spiegelung Die Zackenreihe und ihr Spiegelbild bilden ein geschlossenes Muster Die Teufelszähne in kühlem Blau, die Wasseroberfläche völlig ruhig Weiter Blick vom Tungeneset über den spiegelglatten Fjord auf die grünen Berge von Senja

Bald fahren wir weiter nach Fjordgård. Von diesem kleinen, abgelegenen Ort startet die Wanderung auf den Hesten («das Pferd» auf Norwegisch). Der Aufstieg beginnt harmlos, mit immer schöneren Ausblicken auf Fjord und Berge. Wir haben diese Wanderung wegen der eindrücklichen Sicht auf den Berg Segla gewählt.

Blick über den Fjord beim Aufstieg von Fjordgård aus Der Segla taucht auf, je höher wir steigen

Die Wanderung wird zunehmend anspruchsvoller, und auf den letzten 50 Metern vor dem Gipfel müssen wir eine ziemlich steile Felswand hochklettern. Wir sind kurz davor abzubrechen, als wir andere Wanderer treffen, die uns sagen, dass es nicht mehr weit sei und sich die Aussicht oben wirklich lohne. Also fassen wir Mut, klettern weiter und schieben uns an der steilen Felswand vorbei bis nach oben. Wir stehen 556 Meter über dem Meer und haben wieder eine atemberaubende Aussicht in alle Richtungen, egal wohin man blickt. Besonders der Blick auf den Segla, der steil zum Meer abfällt, ist sehr eindrücklich. Dieses Motiv gehört zu den bekanntesten auf Senja.

Wir beide auf dem Gipfelfelsen des Hesten, dahinter der Segla Nicolas sitzt auf dem Fels und schaut auf den Segla Der Segla fällt in einem Zug vom Grat in den Fjord Der Grat zieht sich vom Vordergrund bis zum Segla durch Blick über die Zacken des Hesten hinaus aufs offene Meer Der Segla-Grat und der Fjord mit glitzernder Sonnenspur Der Segla im Gegenlicht, sein Rücken fällt zum Fjord ab Der Segla als steile Felsplatte über der Hochebene Die scharfe Kante des Segla aus der Nähe Der Grat des Segla mit herbstlich rotem Bewuchs Senkrecht über der Kante: der Segla stürzt ins Wasser Fjordgård liegt klein am Ufer unter den Bergen Der Fjord glitzert in der Nachmittagssonne, tief unter uns Die Zacken des Hesten mit einem kleinen See in der Senke

Wir tragen uns ins Gipfelbuch ein und fotografieren die Landschaft. Allzu lange bleiben wir nicht oben, denn wir haben noch eine lange Fahrt vor uns und sind etwas besorgt, wie wir heil wieder hinunterklettern. Aber alles geht gut, einige Passagen kosten etwas Überwindung, da ein paar Steine locker sind und das Gelände stark abfällt. Etwas weiter unten, auf sichererem Terrain, picknicken wir. Nach etwas mehr als vier Stunden sind wir zurück am Parkplatz. Was für eine spektakuläre, wunderschöne Wanderung an unserem letzten Tag hier auf Senja! Jetzt liegt noch eine dreieinhalbstündige Fahrt nach Narvik vor uns. Die Fahrt zieht sich allerdings, denn die Landschaft mit der untergehenden Sonne und den spiegelglatten, nebelverhangenen Seen bringt uns immer wieder zum Anhalten für Fotos und Drohnenvideos.

Sonnenuntergang über einem Fjordarm auf dem Weg nach Narvik Aus der Luft: herbstrote Hochebene mit türkisfarbenen Seen Ein See liegt spiegelglatt unter rosa Abendhimmel Ein rotes Haus am Ufer, gespiegelt im stillen Wasser Nebel liegt über dem See, Ufer und Spiegelbild verschmelzen

Wir wechseln uns brav beim Fahren ab und geniessen die Panoramafahrt. Am Abend kommen wir in Narvik an, kurz bevor die Hotelrezeption schliesst. Wir essen ein Fertiggericht und schauen noch etwas fern, bevor wir ins Bett gehen.

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